Karpfenbesatz

Zu Weihnachten und Silvester wurden lebende Karpfen verkauft und nicht alle Fische kamen in die Pfanne der Karpfenliebhaber. Alle nicht verkauften Fische wurden wieder zurück in die Hälterbecken gesetzt.

Nun ist es aber an der Zeit, die nicht verkauften Karpfen wieder frei zu lassen. Die meisten gingen zurück in die Teiche, damit sie weiterwachsen können und dann als besonders große Exemplare am kommenden Jahresende auf den Tisch kommen.

Ein Teil der Fische geht aber auch in die Seen der Fischer, zum Beispiel in den Heinersdorfer See.

Die Karpfenangler freuen sich, wenn sie derartig gut gewachsene Fische angeln können. „Die Karpfen haben hier sehr gute Wachstumsbedingungen und ihnen ist vielleicht ein besonders langes Leben beschieden“, sagt Ralf Müller etwas verschmitzt. Die größten Exemplare im See sind schon weit über 20 Jahre alt und haben ein Gewicht bis zu 30 kg.

„Für uns ist wichtig, dass unsere Arbeit nachhaltig ist. Die Fische wachsen alle sehr natürlich auf und in diesem Fall auch weiter. Es ist wichtig, verschiedene Arten von Fischen und die auch in einem ausgewogenen Verhältnis in einem See zu haben.“

Das macht die Arbeit eines Fischers aus, dass er dieses Gleichgewicht aufrecht hält.

Happy New Year!

Allen unseren Kunden, Geschäftspartnern und Freunden wünschen wir ein erfolgreiches, gutes und vor allem gesundes neues Jahr 2021.

Herzlichen Dank für Ihr Vertrauen und die gute Zusammenarbeit. Wir werden alles dafür tun, um auch weiterhin ein zuverlässiger Partner mit gesunden Fischen in einer hohen Qualität zu sein.

Fischerei-Ingenieur Ralf Müller mit einem Barsch

Reiche Ernte

Morgens, bei der Abfahrt zum See, malten die Eisblumen am Auto die schönsten Bilder – es war noch richtig kalt. Aber dennoch versprach der Tag, schön und auch etwas wärmer zu werden.

Am Vorabend hatten die Fischer mehr als einen Kilometer Netze gestellt, die mussten heute eingeholt werden. Ziel war es, Zander, Hechte und auch Barsche für das Weihnachtsgeschäft zu ernten.

Mit dem Boot auf dem eiskalten See begannen die Männer an den jeweils gesetzten Bojen, die Netze aus dem Wasser zu heben.

Es hatten sich viele Hechte und Zander, aber auch Barsche und ein paar Weißfische verfangen. Die Fische mussten aus den Netzen herausgelöst und dann die Netze geordnet wieder in die Kisten verstaut werden. Beim nächsten Mal sollten sie ja ohne Knoten aus den Kisten „laufen“, wenn sie wieder ausgelegt werden.

Es ist eine mühsame Arbeit. „In ihrer Panik, plötzlich gefangen zu sein, drehen sich einige Fische stark in die Netze ein und müssen dann möglichst schonend wieder heraussortiert werden“, beschreibt Fischer Ralf Müller seine Aufgabe. Dafür sind die Männer viele Stunden auf dem See, hantieren ständig mit dem kalten Wasser.

Auch wenn der Bootsführer kaum mit dem kalten Wasser in Berührung kommt, ist er der Kälte auf andere Weise ausgesetzt. Er sitzt am Motor, bewegt sich kaum und muss immer vorsichtig fahren, damit die Netze sich nicht in der Schraube verfangen. Auch muss er das Bootstempo an die Arbeit der Fischer anpassen.

Wenn es langsam dunkel wird, kommen die Fischer zurück zum Ufer. Der Fang kommt in ein Hälternetz. Dieses große Fischnetz ist stabil und hängt tief im Wasser, sodass die Fische nicht wegschwimmen können.

„Ich bin zufrieden mit dem heutigen Ergebnis“, sagt Fischer Ralf Müller. „Es ist nun alles vorbereitet für den Weihnachtsverkauf.“

Fischer Ralf Müller mit einem besonders großen Zander

Am 23. Dezember geht es los. An den Hauptstandorten Kaufland Nord und Süd in Fürstenwalde, aber auch am Heinersdorfer See und an der Hälteranlage in Wulfersdorf startet der Fischverkauf. Vor allem der traditionelle Weihnachtskarpfen, aber auch Hecht und Zander gehen in den Verkauf.  

Abfischen der Weihnachtskarpfen

Nachdem Karpfen drei bis vier Sommer gewachsen sind, kommen sie zu Weihnachten oder zum Jahreswechsel in der Größe von 2 – 3,5 kg auf den Tisch. Dazu werden sie jetzt im November abgefischt.

Der Biber hatte über Nacht das Wasser wieder etwas angestaut. Zunächst mussten die Fischer erst einmal den Abfluss (Bauwerk links) wieder frei bekommen und das Wasser wieder ablassen.

Karpfen leben von Würmern, Schnecken und Insektenlarven, also viel Eiweiß, was sie vor allem im Schlamm finden. „Um dazu noch einen Energieträger zum Wachsen zu bekommen, füttern wir sie zusätzlich mit Getreide aus ökologischem Anbau“, sagt Fischer Ralf Müller.

Ralf Müller mit einem besonders großen Exemplar. Der Karpfen wiegt knapp über 4 kg.

Zum Abfischen wird der Teich abgelassen. Das ist ein längerer Vorgang und dauert etwa zwei Wochen. Am Ende bleibt nur noch wenig Wasser in der sogenannten Fischgrube des Teiches. „Es ist wichtig, dass das Wasser langsam abfließt, damit sich die Fische mit in die Fischgrube zurückziehen und nicht im Trockenen im Schlamm stecken bleiben“, erklärt Ralf Müller. Dazu brauchen die Fischer viel Feingespür, da die Karpfen in der jetzigen Kälte recht träge sind und nicht mehr so wirbelig wie im Sommer.

Fischer Carsten Janke (links) keschert die Karpfen in große Transportkübel

Sobald das Wasser einen genügend niedrigen Stand hat, werden die Karpfen aus der Fischgrube gekeschert und mit Tragekübeln, in denen ca. 50-60 kg Karpfen sind, in den Fischtank des Autos verladen.

Die 50-60 kg schweren Kübel werden dann an Land gezogen und in die Fischtanks ausgeleert.

In den kommenden vier bis fünf Wochen bleiben die Karpfen dann in einer sogenannten Hälteranlage. Dort schwimmen sie in klarem Quellwasser, mit dem Schlammreste ausgewässert werden.

An den Verkaufstagen zu Weihnachten und Silvester werden die Fische morgens wieder in Fischtanks verladen und kommen auf den Markt.

Bereitstehende Fischtanks zum Verladen der Karpfen.

„Unsere beiden Verkaufsteams an den beiden Kaufland-Standorten in Fürstenwalde bieten Ihnen dann lebende Karpfen an, die wir Ihnen gern auf Wunsch auch küchenfertig ausnehmen“, sagt Ralf Müller.

Verkauf von Karpfen zum Jahresende

Zu Weihnachten und Silverster gibt es wieder den Verkauf von lebenden Karpfen. Auf Vorbestellung gibt es auch Zander und Hecht.

Unsere Teams sind zu folgenden Verkaufszeiten am Eingang der Fürstenwalder Kaufland-Filialen Nord und Süd vor Ort:

Mittwoch, 23. Dezember 2020 von 9:00 bis 17:00 Uhr
Donnerstag, 24. Dezember 2020 von 9:00 bis 13:00 Uhr

Mittwoch, 30. Dezember 2020 von 9:00 bis 17:00 Uhr
Donnerstag, 31. Dezember 2020 von 9:00 bis 13:00 Uhr

Die Karpfen haben eine Größe von 2 bis ca. 3,5 Kilogramm und werden ohne Vorbestellung angeboten.

Zander und Hecht sind Naturfang und haben unterschiedliche Größen. Diese beiden Fischarten gibt es nur auf Vorbestellung.
Diese bitte per Mail bestellen unter:
fsgoder@web.de unter Angabe des Namens, dem Abholdatum und dem Ort Kaufland Nord oder Süd.

Angeln unter Corona-Bedingungen

Es darf weitehin geangelt werden. Aber dennoch ist es zwingend notwendig, dass der Abstand zu anderen Anglern von mindestens zwei Metern einzuhalten ist.

Sollten beim Kauf der Angelkarten Probleme auftreten, melden Sie sich bitte unter der Telefonnummer 0172 – 23 61 744.

Wir sind online!

Ab sofort sind wir nun auch im Internet zu finden.

Derzeit ist die Seite im Aufbau und wird in den kommenden Wochen komplett online gehen.

Es gibt dann die Möglichkeit, alle Angelmöglichkeiten auf einem Blick zu sehen und weitere Informationen zu den Seen zu erhalten sowie die Angelkarten-Verkaufsmöglichkeiten zu erfahren. Darüber hinaus bieten wir Satzfische an. Auch zeigen wir dann weitere Angebote unserer Firma.

Wir informieren aber auch, wann und wo zur Weihnachtszeit bzw. zu Silvester lebende Karpfen, Zander oder Hechte verkauft werden.